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Tripophon

Tripophon

    Tripophon is a band of four individualists whose diverse influences form a very unique sound: A blend of Garage, Punk, Country, Bossa Nova, Krautrock, Electro, Funk and Jazz without the result being a mere patchwork or retro chic. It rather reveals an unaffected love for music and sensitiveness for details. Using their studio in Ilmenau as their headquarters, Bernd Papenfuss, Jan Rohden, Martin Dausel and Renke Kunst delve into experimenting with different recording techniques using an exquisite array of sound equipment, which makes the studio look like a museum for vintage organs, synthesizers, microphones and amps, including a pedal steel guitar and old Amigas and C64s. Tripophon take the listener on a ride through different times and places that seemed forgotten or only present in the subconscious. Their extraordinary live shows often feature selfmade post-psychedelic super8-footage and slide shows. Tripophon´s album debut on Schinderwies The Sheriffs Lady Was A Polka is a vinyl-only edition of early recordings, which gives a good insight to Tripophon's musical heritage. Hits like "Fun Fun Fun", "Lara" or "Perfect Day" are still highlights in their live set. Their newest recording is "I Was A Stranger", a cover as part of the [tribute to smog] split 7" with _Radio Magenta [keplar], featuring Mawe [Mikrofisch] on vocals. The shimmering, spheric sound of the pedal steel combined with sparse electronics is the introduction of a new genre: Countrytronics.

www.tripophon.de

Albums:

Tripophon - The Sheriffs Lady Was A Polka

Tripophon - The Sheriffs Lady Was A Polka

$13 (LP) Order It!
01   Fun Fun Fun 3:10  
02   Lara 2:51 Listen (MP3)
03   Motorcity 2:52  
04   Fenster 2:58  
05   Hey Little Schoolgirl 1:51  
06   Eight Miles High 1:36  
07   Perfect Day 3:03 Listen (MP3)
08   Digitalité 4:25  
09   Ping Pong 2:58  
10   Highway Of Love 1:38  
11   Eine kleine Melodie 1:34  
12   Auf der Reise 3:38  


_Radio Magenta - Ex-Con / Tripophon & Mawe - I Was A Stranger

_Radio Magenta - Ex-Con / Tripophon & Mawe - I Was A Stranger

01   _Radio Magenta - Ex-Con 4:07 Listen (MP3)
02   Tripophon & Mawe - I Was A Stranger 3:14 Listen (MP3)
_Radio Magenta - Ex-Con / Tripophon & Mawe - I Was A Stranger

$13 (LP) Order It!

Reviews:


Tripophon - The Sheriff's Lady Was A Polka [SW19-LP] - Release 03.2003

Spex 05/2003 Jan Niklas Jansen

Ilmenau ist eine eher komische Stadt. Von Welt und Zeit irgendwo im Thüringer Wald vergessen wurde sie doch durch eigentümliche Entscheidungswege mit einer dieser so unglaublich modernen und multimedialen Hochschulen versehen. Mit dem Erfolg, dass die ländliche Idylle mit einer überproportional großen Menge an jungen, kreativen Menschen vermengt wird. Tripophon, deren Basis Ilmenau bislang ist, passen ganz gut dorthin... Read More In ihre Musik mischen sich all die Dingen, die irgendwann mal am Wegesrand der Musikgeschichte liegen gelassen oder verloren wurden, nur dass sie sich nicht in Retro-Ästhetik verirrt sondern sich in einen eigentümlichen, zeitlosen Schwebezustand begibt. Tripophon sind eine dieser Bands, die spielen können was sie wollen. Auf ihrem Album sind einige der tollsten Pedal Steel-Stellen, die in Deutschland überhaupt jemals aufgenommen wurden. Sie basteln mit Vernügen daran, antiquierten Geräten zwischen C64 und Vermona Orgel Klänge abzugewinnen, die so natürlich wie überraschend sind. Sie stürzen sich mit ähnlicher Begeisterung in eine Garagenrockgitarre wie in ausufernde Kaffeehaus-Instrumental-Duelle zwischen Gitarre Fender Rhodes Piano. Wie sie das machen, dass diese Musik dabei frei von Angeberei und Langeweile bleibt ist mir ein Rätsel. Vielen Stücken wohnt so etwas wie verzückte Gelassenheit inne, während das ganze Album von diesen Momenten zu erzählen scheint, an die man sich nur unterbewusst erinnert, die aber doch die Gefühlslage ganzer dahinfliessender Tage bestimmen können. So ist »The Sheriffs Lady Was A Polka« die perfekte Musik für diese Tage, an denen die einzelnen Minuten nur träge dahinfliessen, während die Tage mit Lichtgeschwindigkeit vorbei ziehen.


Pitti Platsch 3000,2003 Säm Wagner

Nehmen wir mal an, es ist 1977. Wir sind in New York und hören aus einem Keller Musik, die uns gefällt, wir aber stilistisch nicht zuordnen können.
Wir öffnen eine schwere Tür und sehen durch dichten Zigarettenrauch folgende Musiker: Brian Wilson, Peter Thomas, Johnny Cash und Dee Dee Ramone.
Diese vier Herren haben genug vom Rummel um sie und probieren gerade heraus zu finden, wie die Zukunft so klingt. Also nicht die absehbare Zukunft, die sie 1977 sowieso schon am Definieren sind, sondern die Zukunft in vielen vielen Jahren. Ahnen schon, was ihnen elektronisch generierte Klänge für Möglichkeiten bieten können, aber wissen noch nichts von der Kälte, die später mal in der Musik Einzug nimmt.
Warme Klänge. Das soll es sein. Psychedelisch, poppig verspielt, countryesque, trotzdem frech und mit einem gehörigen Schuss Rock. Gespielt auf Instrumenten, die 25 Jahre später bei Ebay ins unermessliche hoch gesteigert werden. Aber davon ahnen sie noch nichts.

Und so beeinflusst jeder vor sich hin, wirft da eine Idee ein, spinnt da eine Melodie weiter, probiert dieses Gerät und weil sich das so nie zugetragen hat und deshalb auch kein Tonträger davon berichten kann, machen Tripophon aus Ilmenau in Thüringen diese Musik.
Wilson, Thomas, Cash und Ramone heissen Papenfuss, Kunst, Rohden und Dausel und den Herren vorzuwerfen, altmodisch zu sein, wäre verkehrt, denn hier wird weiterexerziert, was der Fortschritt und die schnelle Entwicklung der Klanginstrumente oft zunichte gemacht hat: Zeit, sich mit den Geräten zu befassen.
Die Ilmenauer sind allesamt Tüftler, bauen hier den C64 um und schauen da noch nach einer alten Farfisa-Orgel. Liebe zum Detail, Liebe zur Musik.

Und weil warme Klänge eben analog am besten klingen, kommt „The Sheriffs Lady was a Polka“ eben als Vinyl-Scheibe auf dem Markt. Konsequent.



HINT Berlin 01/03 Nis

Packendes Debütalbum des noch unbekannten Garage-Quartetts. Munter spielen Tripophon Katz und Maus mit den unterschiedlichsten Genres: Sie kreuzen New Yorker Heroin-Schick à la Royal Trux mit Glockenspiel-getragener Melancholie, orgelsattem Sixties-Fuzz und Computer-Quatsch - und bleiben dabei doch stets melodiös. Durch den Einsatz von Sci-Fi-Atari-Sounds schaffen sie so eine Atmosphäre von geradezu überirdischer Exotik. Sexy. tip-Bewertung: Herausragend


11pm.de 2003 Mirko Gläser

-Papa, bring das Glockenspiel in die Garage, die Strange–Ton Gangster von Tripophon planen ihren ersten Überfall!


Der C64 steht zumindest schon bereit, der Highscore von Paperboy ist gebrochen und nur die California Games warten noch auf den Sieger im Hacky–Sacken. Gut, dass die wartenden Jungs trotz 1–Player Mode auf der Konsole keine Langeweile aufkommen lassen sondern instrumentale Soundteppiche weben, ganz so als würde der digitale Battle um die Punkte nun mit Gitarrentabs ausgetragen. Die Spielart variiert von smoothem Jazz über flammend–schmalzige Liebeserklärungen an die Beatgeneration („heylittleschoolgirl“, incl Hanin Elias Soundalike–Stimme!) und einem verschraubten Glas Bossa Nova. Nicht wirklich schwer zugänglich, doch der fuzzy Hinterhof–Flair sorgt allemal dafür, dass Pop–Simplizisten draussen bleiben müssen.

Ein Blick auf die Dauer der Produktion (von 1999–2002) lässt erkennen, dass den Nürnbergern (sic) ein ausgereiftes Gesamtes wichtiger war als überhetzte Release–Pläne einzuhalten. Wobei: „ausgereift“ ist das falsche Wort. Sicherlich bestechen die 12 Songs des Debuts durch ihren eigenen Flair, als Ganzes ist mir „The Sheriffs Lady Was A Polka“ ein zu skurrilles Potpourrie. Wäre weniger nicht mehr gewesen, angesichts einer zur Stilbruch–Compilation gewachsenen Debut–Scheibe? Bös sein kann man den Tripophons deswegen nicht, dennoch sollte der verwirrte Zeigefinger am Ende der 34 Minuten nicht unerwähnt bleiben. Spätestens aber wenn „Fenster“ melancholisch die Wirrwarr–Reise auf die Strassen des depressiven Indie–Pops lenkt heißt das nichts anderes als: „Hey Immergut–Booker, für Euer Festival habt Ihr noch eine Band im Lineup vergessen!“ Und dann, da bin ich mir absolut sicher, entfalten die Bayern (sic) erst ihre ganze Kraft!


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Tours:


03.06.2004 Köln, Fucking Independent 2

03.19.2004 "Join the Daydream Nation" [Schinderwies Labelabend]

Regensburg, Alte Mälzerei

 
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